Unsere Schule bietet von Zeit zu Zeit Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen die Möglichkeit ihr Sozialpraktikum an unserer Schule zu absolvieren. Dies ist ein (leider nur) einwöchiges Praktikum indem die Schüler Einblicke in ein von ihnen gewähltes Berufsfeld sammeln können.
An unserer Schule sieht das so aus, das die Praktikanten/innen als zweite Kraft in der Freiarbeit mitarbeiten. Sie werden von den Kindern angesprochen oder bekommen kleine Aufträge von den Freiarbeitslehrerinnen. Oftmals finden die Praktikanten die Zeit ganz intensiv mit nur einem oder auch zwei Kindern zu arbeiten. S. Berger absolvierte ein solches Praktikum bei uns und konnte während seiner Woche interssante Erfahrungen bei der Durchführung von Wasserexperimenten mit den Kindern sammeln.
Hier ein Auszug aus S. Bergers Praktikumsbereicht:
Ich denke, dass ich durch dieses Sozialpraktikum sehr viel Grundlegendes gelernt, meine sozialen Kompetenzen erweitert und vor allem den richtigen Umgang mit Kindern im Grundschulalter gelernt habe. Besonders wertvoll würde ich das Durchführen der Wassserexperimente bezeichnen. Hier wurde ich mit sehr unterschiedlichen Kindern konfrontiert und konnte sie gut kennenlernen. Des Weiteren habe ich dabei sehr selbständig gearbeitet und gelernt, wie man Kinder richtig anleitet und das Interesse möglichst groß hält. Herbei erlebte ich auch meinen persönlichen Höhepunkt des Praktikums. Am letzten Tag führte ich die Wasserversuchssreihe mit einem Mädchen mit Down- Syndrom durch. Zu Beginn schien sie noch sehr abwesend und uninteressiert. Doch von Minute zu Minute wurde ihr Interesse größer, begann sie einige Gesetzmäßigkeiten zu verstehen und fing an gesprächig zu werden. Sie blühte vollkommen auf, war präsent und verhielt sich komplett anders, wie ich sie zuvor kennengelernt und wahrgenommen hatte.
….Ich denke, dass eine Schule, wie sie hier beispielhaft realisiert wird, durchaus wichtig für den modernen Menschen ist. Soziale Kompetenzen und Selbständigkeit so früh bzw. überhaupt einem Menschen auf diese Weise zu lehren, ist ein wichtiger Grundstein für ein gemeinsames und ethisch vorbildliches Leben. Dazu kommt, dass die Schule solche Ansätze nicht nur im theoretischen Unterricht einbindet, sondern diese auch praktisch vertieft. So werden Probleme oder Ungereimtheiten sofort im angenehmen Ton angesprochen und schnell aus dem Weg geräumt. Die Kinder lernen richtiges Verhalten und Konfliktlösung zugleich, und dies sogar auch in einem offenen Rahmen des Plenums. So sehe ich diese Schule gegenüber Regelschulen weit voraus und als Idealmodell, für moderne Grundschulen. Dabei spielt sicherlich auch die aktive Integration von gehandicapten Kindern eine Rolle.