Bezaubernde Zirkusaufführung

Ich hatte das Glück zu einer ganz besonderen Aufführung eingeladen zu sein. Kinder der Maria Montessori-Schule übten zusammen mit Kindern der Günterstalschule schon seit Wochen in der Zirkus-AG auf diesen einen Tag.

Als „Zirkuszelt“ geschmückt, bot sich mir in der von Schülern, Eltern und Lehrern gut besuchten Sporthalle, nur noch in der hintersten Reihe ein Platz. Alle warteten gespannt auf den Beginn der Vorführung - nervös sah man Lehrer und Zirkusschüler durch die „Manege“ flitzen, doch dann schien sich alles zu ordnen und laute, kraftvolle Musik ertönte. Fulminant kam ein Zirkusartist nach dem anderen, mit Kunststücken individueller Art, über die Matte, die mitten durch das tosende Publikum direkt auf die Bühne führte, gerollt, gehüpft oder gerannt. Dort angekommen formierten sich alle Artisten zu immer wieder neuen Arrangements von Pyramiden - schwindelerregend und wirklich ein kraftvoller Start, der gespannt auf mehr machte.
Selbstbewusst in Wort und Bild sagten nun zwei Kinder die darauf folgenden Nummern an. Sehr gut gefallen hat mir die Aufführung mit den kreiselnden Tellern auf Stäben. Wer schon einmal versucht hat so einen Teller auf dem Stock zum Drehen zu bringen, der weiß was für ein Kunststück das ist - ich habe es jedenfalls noch nie geschafft. Die Zirkuskinder aber drehten die Teller nicht nur an, sie gaben die Stöcke sogar noch weiter oder machten Verrenkungen, die schon ohne drehenden Teller einen Applaus wert gewesen wären. Höhepunkt dieser Nummer waren sechst wirbelnde Teller auf Stöcken, die ein Mädchen alleine hielt!
Nun wurde es dunkel in der Manege und zur Musik von Amelie durften wir im Scheinwerferlicht eine bezaubernde, akrobatische Nummer am schwarzen Tuch bestaunen. Scheinbar mühelos schlängelte sich ein Mädchen in die vielen Falten des Tuches und zog sich daran in die Höhe. Wie eine erfahrene Zirkusartistin schlang sie ihre Beine um das Tuch, klemmte sich damit fest und formte mit Ihrem Körper und dem Tuch wahre Kunstwerke. Ganz schön sah es aus, als sich zum Schluss noch ein Junge dazu gesellte und das Tuch die beiden sanft umschloss. Eine gelungene Aufführung!
Ganz erstaunlich fand ich übrigens auch die Nummer mit den Einrädern. gut zu sehen, dass dies nicht nur die letzten Wochen - nein jahrelang muss dies schon trainiert worden sein. Mit spielender Sicherheit tanzten vier Einräder über die Bühne als sei es nichts Außergewöhnliches sich auf so einem wackeligen Fahrzeug fortzubewegen. Dies zu einer heiteren Musik bewegte alle Zuschauer zu fröhlichem Grinsen!
Ach was kann ich noch erzählen? Es waren so viele tolle Nummern, sorgsam aufeinander abgestimmt - ruhig, aufregend - atemberaubend - lustig. Die Trapeznummer, der Sprung durch den Reifen- der Kopfverdreher....also Kinder ich muss wirklich sagen - ihr habt MIR den Kopf verdreht und ich bin richtig glücklich, erheitert, dankbar und überaus begeistert wieder nach Hause gegangen, aber natürlich nicht ohne euch einen Applaus zu spenden, der meine Finger noch zu Hause kribbeln ließ!
von Heike Vogel

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